Phytowelt News » Erfolgreiche Kooperation von Phytowelt und Evonik

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01.07.2010, Phytowelt Nettetal / Köln

Das Biotechnologie-Unternehmen Phytowelt GreenTechnologies GmbH kooperiert erfolgreich mit internationalen Unternehmen, wie dem Chemie-Konzern Evonik Industries. Dabei konnte erfolgreich das Synergie-Potenzial einer interdisziplinären Zusammenarbeit von Mikrobiologie- und Pflanzenexperten genutzt we


Das Biotechnologie-Unternehmen Phytowelt GreenTechnologies GmbH kooperiert erfolgreich mit internationalen Unternehmen, wie dem Chemie-Konzern Evonik Industries. Dabei konnte erfolgreich das Synergie-Potenzial einer interdisziplinären Zusammenarbeit von Mikrobiologie- und Pflanzenexperten genutzt werden.
Evonik greift bei der Entwicklung von innovativen Technologien für neue Produkte und Prozesse seit 2005 auch auf die Kompetenzen der Phytowelt zurück. So werden die Technologien und Produktionsplattformen zur Herstellung von Spezialchemikalien in fermentativen Prozessen mit der phytomining Plattform-Technologie der Phytowelt und ihrem Know-how zu Pflanzen und deren Stoffwechselleistungen zusammen gebracht. Gerade die Verknüpfung von pflanzlichen Biosyntheseleistungen und ihrer Nutzung in mikrobiellen Produktionsprozessen eröffnen Möglichkeiten zur Optimierung der fermentativen Stoffproduktion mit einer hohen Wertschöpfung.
"Schon bei der Stickstofffixierung zeigt sich das besondere Potenzial einer pflanzlichen und mikrobiellen Zusammenarbeit" erläutert Dr. Peter Welters, Geschäftsführer der Phytowelt GreenTechnologies die Vorteile einer interdisziplinären Zusammenarbeit. "Zwar können Bakterien auch alleine Stickstoff fixieren, aber in der Symbiose mit Pflanzen kommt es zu einer enormen Effizienzsteigerung, die den Prozess erst nutzbringend für alle macht. Das von uns gefundene pflanzliche Enzym zur Transaminierung hat eine doppelt so hohe spezifische Aktivität wie die gleichzeitig identifizierten mikrobiellen Enzyme", führt Welters seinen Gedankengang weiter aus. "Die weit verbreitete Meinung, dass sich pflanzliche Gene nur schlecht in Mikroorganismen nutzen lassen, wird durch unsere Arbeit ein ums andere Mal widerlegt. So zeigten wir, dass ein pflanzliches Enzym, auch ohne weitere Modifikationen wie Codon-Optimierung, in E. coli produziert werden kann und dann auch noch den ebenfalls aus E. coli isolierten bakteriellen Enzymen im Enzymassay überlegen ist. Wir sind überzeugt, dass das Potenzial der Pflanzen vor allem durch und in der Synergie mit Mikroorganismen, noch lange nicht ausgeschöpft ist."
Ein Grundstein für den Erfolg in diesem Projekt war insbesondere die umfangreiche und vielseitige Enzymausstattung der Pflanzen. Und dies nicht nur in Hinsicht auf das Vorhandensein einer Vielzahl von Enzymklassen, sondern auch aufgrund der Eigenschaften verschiedener Vertreter der untersuchten Enzymklassen hinsichtlich Substratspezifität und Reaktionsbedingungen, die durch die mikrobielle Produktion einfach in Fermentationsprozessen eingesetzt und der industriellen Nutzung zugeführt werden können. Nach den hervorragenden Resultaten in 2 weiteren Projekten mit internationalen Unternehmen (s. Pressemitteilungen der Phytowelt im Februar und Mai 2010) ist dies der dritte große Erfolg, den Phytowelt in diesem Jahr mit ihren Technologie-Plattformen phytomining und phytodiversity vermelden kann.
Evonik Industries und Phytowelt GreenTechnologies sind in der Biotechnologie seit längerer Zeit sehr aktiv, u. a. als Mitinitiatoren und Gründungsmitglieder von CLIB2021, dem Cluster für industrielle Biotechnologie, Gewinner des BioIndustrie2021-Förderwettbewerbs des BMBFs.

Kontakt für Fragen und Anregungen: – Tel.: +49.2162.77859, E-Mail: contact@phytowelt.com