Phytowelt News » Phytowelt GreenTechnologies ist Teil eines EU-Konsortiums biobasierter Industrien zur Etablierung von Bioraffinerien

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10.07.2013, Phytowelt Nettetal / Köln

Das Konsortium der biobasierten Industrien, eine Gruppe aus 48 größeren und kleineren Unter-nehmen und verschiedenen Biotechnologie-Organisationen hat mit der Europäischen Kommission eine "Public-Private-Partnership" (PPP)-Initiative gegründet, die die Entwicklung biobasierter Produkte in Europa bis 2020 beschleunigen soll.


Die PPP der biobasierten Industrien ist dafür ausgerichtet, Wachstum und Arbeitsplätze besonders in ländlichen Regionen zu fördern, indem es zur Ankurbelung der Wirtschaft in neue und nachhaltige Ansätze investiert. Über Bioraffinerien sollen erdölbasierte Produkte durch nachwachsende Rohstoffe ersetzt und neue Produkte mit innovativen Eigenschaften für neue oder bereits existierende Märkte entwickelt werden.


"Bioraffinerien" gelten als das Herz der biobasierten Wirtschaft. Im Gegensatz zu konventionellen Raffinerien für fossile Brennstoffe benutzen Bioraffinerien verschiedenste Quellen aus nachhaltiger Biomasse und Abfällen, um Alltagsprodukte wie z.B. Nahrungs- und Futtermittel, Chemikalien oder Brennstoffe herzustellen. Verschiedene Branchen werden zur Optimierung und Bildung neuer Wertschöpfungsketten zusammengebracht, um z. B. Land- und Forstwirte direkt mit der verarbeitenden Industrie und den zukünftigen Kunden in Verbindung zu bringen.


Die Phytowelt wird durch CLIB2021 im PPP vertreten. Dr. Peter Welters, Geschäftsführer der Phytowelt aus Nettetal, arbeitet in den Wertschöpfungsketten "Forstwirtschaft" und "Landwirtschaft" an der Ausgestaltung des Programms für die Demonstrations- und Entwicklungsprojekte mit. In dem Satz „Wir stehen an der Schwelle zu einer neuen industriellen Revolution!" schwingt die Begeisterung von Welters über das Konsortium deutlich mit.  "Das nachhaltige Wirtschaftswachstum, das sich aus einer biobasierten Chemiewirtschaft ergibt, eröffnet auch ungeahnte Chancen für ländliche Regionen wie den Niederrhein, wenn sie jetzt die richtigen Weichen in Bezug auf Infrastruktur und Rahmenbedingungen stellen.“


Weitere Stimmen zum Konsortium biobasierter Industrien:


*Máire Geoghegan-Quinn, EU-Beauftragter für Forschung, Innovation und Wissenschaft:


Der neu entstehende biobasierte Industriesektor aktiviert gewinnbringend, nachhaltig und umfassend das Wachstum in Europa. Die Entwicklung wirtschaftlicher Verfahren zur Erzeugung von Brennstoffen und anderen Pflanzen- und Abfallprodukten wird unsere Abhängigkeit vom Öl deutlich reduzieren. Diese Verfahren werden uns dabei helfen, die Klimazielvereinbarungen zu erfüllen und zu einem  grüneren und umweltfreundlicheren Wachstum führen. Europa muss die Technologieführung in diesem Sektor erringen. Das ist der Grund, warum die EU und die Industrie diese neue Gemeinsame Technologieinitiative („Joint-Technology“- Initiative (JTI)) unterstützen.“


*Berry Wiersum, Vorstandsvorsitzender von Sappi: „Dies ist eine einzigartige Partnerschaft, welche Nachhaltigkeit in das Zentrum wirtschaftlicher, sozialer und industrieller Aktivitäten stellt. Es geht darum das ungenützte Potenzial von Abfällen zu nutzen, um ein nachhaltiges Wachstum in Europa zu ermöglichen."


*Peder Holk Nielsen, Geschäftsführer von Novozymes: „Die biobasierte Public-Private-Partnership (PPP)- Initiative ist wichtig für Europa, um in der globalen Bioökonomie nicht den Anschluss zu verlieren und konkurrenzfähig zu bleiben. Sie bietet eine Möglichkeit für die Reindustrialisierung sowie für die Trendwende im Investmentbereich, der momentan auf andere Regionen der Welt ausgerichtet ist.“


*Guy Talbourdet, Vorstandsvorsitzender von Roquette Frères: „BRIDGE entstand zu einem kritischen Zeitpunkt der europäischen Entwicklung der Bioökonomie. Solch eine PPP wird den Marktzugang neuer biobasierter Produkte "made in Europe" aus den so genannten Bioraffinerien beschleunigen. Die Verwertung lokal gewachsener Biomasse wird nicht nur zum wirtschaftlichen Wachstum in ländlichen Gegenden und zur Schaffung von Arbeitsplätzen führen, sondern außerdem die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen bzw. Proteinimporten in Europa reduzieren, und damit die Sicherheit von Ressourcen, Energie und Nahrungsmitteln erhöhen.“


*Feike Sijbesma, Geschäftsführer von Royal DSM: Dies ist der Beginn einer vielversprechenden Zukunft für Europa. Die Entwicklung der biobasierten Industrien am Scheideweg der Agrar-, Chemie- und Energieindustrie ermöglicht neue Wertschöpfungsketten und setzt das F&E Potential in neue, innovative und nachhaltige biobasierte Produkte sowie eine marktorientierte Gesellschaft um.“


*Zitate: aus dem Original ins Deutsche übersetzt von der Phytowelt


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